Case · 2026 Website · CMS

Eine Liebe Tätowiergeschäft

Website und CMS für ein Tattoo-Atelier in Bochum

Leistungen
Konzept · Design · Code · CMS · SEO
Zeitraum
Juli bis September 2026
Rolle
Studio of one — Greyform
Stack
HTML · CSS · Vanilla JS · Node-Build · Sveltia CMS · Cloudflare Pages
Launch
September 2026

Ein Flash-Bogen, der weiterwächst.

Eine Liebe ist ein Privatatelier in Bochum, seit 2002. Vier Künstlerinnen und Künstler, eine gemeinsame Haltung: traditionelle Tätowierung, klare Linien, Motive, die bleiben sollen. Traditional, Maritim, Blackwork, Asia, Pin-ups.

Die Aufgabe: ein Auftritt, der die Arbeiten und die Menschen dahinter in den Vordergrund stellt. Der sich anfühlt wie das Atelier selbst, warm und ruhig, ohne Tattoo-Klischee. Der in Bochum und im Ruhrgebiet gefunden wird. Und vor allem: den das Studio selbst pflegen kann, ohne für jedes neue Bild jemanden anrufen zu müssen.

01 — Ansatz

Traditionelle Tätowierung hat eine eigene Bildsprache: Flash-Bögen an der Wand, gedruckt auf festem Papier, wenige kräftige Farben. Genau daraus ist das Design entstanden. Ein warmer Papierton als Grund, tiefes Tintenschwarz für Text und Linien, dazu ein Ochsenblutrot, ein dunkles Petrol und ein gedecktes Gold — die Farben, die man von alten Flash-Motiven kennt.

Das Atelier: Flash-Bögen an der Wand, Sofa, ruhige Atmosphäre

Die Typografie folgt derselben Logik. Fraunces, eine Serif mit Charakter, für Überschriften und Zitate. Hanken Grotesk, sachlich und gut lesbar, für alles, was informieren soll. Beide Schriften liegen auf dem eigenen Server statt bei Google. Das spart Ladezeit und erspart Datenschutzfragen.

02 — Die Startseite als Rundgang

Der Hero sagt in zwei Zeilen, worum es geht: „Tätowierkunst seit 2002 · Bochum” und „Traditionelle Tätowierung mit Salzwasser in den Adern.” Darunter zwei klare Wege: Termin anfragen oder Galerie ansehen. Wer mehr wissen will, scrollt weiter.

Hero der Startseite mit Wortmarke, Herz-Illustration und zwei Wegen

Die Startseite ist kein Baukasten aus Modulen, sondern ein Rundgang in vier nummerierten Kapiteln: 01 Das Atelier, 02 Die Künstler, 03 Galerie, 04 Ateliergeschichten. Die Nummerierung gibt Rhythmus und Orientierung, auch auf dem kleinen Bildschirm.

Das Atelier stellt sich selbst vor, als „Privatatelier im Herzen des Ruhrgebiets, in dem seit 2002 mit ruhiger Hand und klarer Linie gearbeitet wird”. Direkt daneben bekommt die wichtigste praktische Information einen eigenen Block: der Walk-in. Jeden zweiten Samstag im Monat, 11 bis 16 Uhr, direkt vom Flash, first come, first served. Wer die Seite nur deshalb aufruft, findet die Antwort, ohne zu suchen.

Mobile Ansicht der Startseite

Auf dem Handy bleibt der Rundgang derselbe: gleiche Kapitel, gleiche Ruhe, nichts wird weggekürzt. Ein großer Teil der Anfragen entsteht unterwegs.

03 — Vier Handschriften

Salle, Andre, Jill und Melissa, vier Menschen mit eigenem Stil. Jede und jeder bekommt auf der Startseite eine Karte und darüber hinaus eine eigene Seite: mit Porträt, Stilen, einem persönlichen Zitat, einer ausführlichen Vorstellung und einer eigenen Galerie. Bei Jill steht über allem ihr Leitsatz „Bold will hold!”.

Die vier Künstlerkarten mit Porträts, Stilen und Kurzvorstellung

Jede Künstlerseite endet mit einem direkten Weg zum Termin und zum eigenen Instagram-Profil. Wer sich in eine Handschrift verliebt hat, soll nicht erst zurück auf die Startseite müssen.

Technisch entstehen alle Künstlerseiten aus einer gemeinsamen Vorlage. Kommt jemand ins Team, legt das Studio im CMS einen neuen Eintrag an, und die Seite baut sich beim nächsten Veröffentlichen von selbst.

04 — Eine Galerie mit 263 Arbeiten

Das Herzstück ist die Galerie: 263 Arbeiten, filterbar nach zehn Stilen und nach den vier Künstlerinnen und Künstlern. Ein Klick öffnet jedes Bild groß in einer Lightbox, mit Pfeilen zur nächsten Arbeit. Die Bilder laden erst, wenn sie ins Blickfeld kommen, damit die Seite trotz der Menge zügig bleibt.

Galerie mit Filtern nach Künstler und Kategorie

Jede Arbeit trägt eine eigene Beschreibung aus Motiv und Körperstelle, etwa „Leuchttürme mit Glückauf und Moin an der Wade”. Beim Durchblättern sieht man sie nicht, für Screenreader und die Google-Bildersuche ist sie der eigentliche Inhalt. Und sie ist die Grundlage für Pinterest, dazu mehr in Kapitel 08.

05 — Ateliergeschichten

Ein Tattoo-Studio lebt auch von Wissen, das vielen vor dem ersten Termin fehlt: Was ist eigentlich Old School? Wie läuft ein Walk-in-Samstag ab? Dafür gibt es die Ateliergeschichten, ein kleines Journal direkt auf der Seite. Die ersten drei Beiträge: „Old School erklärt”, „Walk-in-Samstag: So läuft’s ab” und „Maritime Klassiker vom Flash”.

Ateliergeschichten: Journal-Übersicht mit dem neuesten Beitrag

Die Geschichten werden als einfache Textdateien geschrieben und beim Veröffentlichen zu eigenen, gestalteten Seiten. Der neueste Beitrag erscheint automatisch groß in der Übersicht und als Teaser auf der Startseite. Die Sitemap für Suchmaschinen aktualisiert sich von selbst.

06 — Kontakt ohne Umwege

„Lass uns über dein Motiv reden.” Das Formular fragt nur, was für eine erste Einschätzung nötig ist: Name, E-Mail, Wunsch-Künstler und eine kurze Beschreibung von Motiv, Körperstelle und Größe. Die Anfrage kommt so im Postfach an, dass ein Klick auf „Antworten” direkt bei der Kundin oder dem Kunden landet.

Kontaktformular mit Wunsch-Künstler-Auswahl

Ein kleines Detail mit großer Wirkung: Fällt der Versand einmal aus, zeigt die Seite automatisch die direkte E-Mail-Adresse an. Keine Anfrage geht verloren, auch dann nicht, wenn im Hintergrund etwas klemmt. Ein unsichtbares Feld hält Spam-Bots fern, ohne dass Menschen ein Bilderrätsel lösen müssen.

07 — Selbst pflegen

Die wichtigste Anforderung war keine gestalterische: Das Studio sollte die Seite selbst pflegen können. Die Lösung ist ein schlankes, git-basiertes CMS. Es braucht keine Datenbank, keine Plugins, die ständig aktualisiert werden wollen, und keinen eigenen Server. Jede Änderung wird als Version gespeichert, die Seite baut sich innerhalb von etwa einer Minute neu.

Gepflegt wird alles, was sich verändert: die Galerie, die Künstlerinnen und Künstler, die Stile, die Ateliergeschichten und die Texte der Startseite. Ein neues Bild braucht nur Foto, Künstler, Stil, Motiv und Körperstelle. Bildbeschreibung und Pinterest-Texte entstehen daraus von selbst, im gleichen Muster wie bei allen anderen Arbeiten. Wer möchte, überschreibt sie von Hand.

08 — Gefunden werden

Ein Studio in Bochum wird zuerst lokal gesucht. Deshalb stehen Name, Adresse und Telefon überall gleich, auf der Seite ebenso wie in den strukturierten Daten für Suchmaschinen. Jede Seite nennt Google ihre eindeutige Adresse, die Sitemap ist in der Search Console hinterlegt.

Dazu kommt Pinterest, für viele die erste Adresse auf der Suche nach dem nächsten Motiv. Die Galerie wird dort nach und nach gespiegelt: zehn Boards nach Stilen, jeder Pin mit eigenem Motivtitel und einem Link zurück zur Künstlerseite. Nicht als Massenupload an einem Tag, sondern verteilt über knapp zwei Wochen.

Geplante Pins: die Galerie wandert über zwei Wochen verteilt zu Pinterest

Technisch bleibt die Seite bewusst einfach: statisches HTML, CSS und etwas JavaScript, kein Framework, ausgeliefert über das Netz von Cloudflare. Lighthouse am Desktop: Performance 97, Barrierefreiheit 96, Best Practices 100, SEO 100.


Outcome

Seit September 2026 ist die neue Seite unter eine-liebe-tattoo.de live. Schon nach wenigen Tagen hat Salle eine spürbar höhere Zahl an Anfragen festgestellt, und zwar für alle vier Künstlerinnen und Künstler. Den größten Anteil daran sieht das Studio in der Suchoptimierung, den Ateliergeschichten und dem neuen Pinterest-Auftritt.

Galerie, Künstlerseiten und Geschichten pflegt das Studio selbst, ohne technisches Vorwissen. Für den laufenden Betrieb ist die Bochumer Digitalagentur .expositio an Bord, auf Basis einer vollständigen technischen Dokumentation.